Runen - Informationen und Referenzen

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Allgemeine Informationen

(für Referenzen der von mir hergestellten Runen scrolle bitte nach unten)

Runen sind - vereinfacht gesagt - das Alphabet der Germanen. Über die Zeit und im Rahmen der kulturellen Entwicklung haben sich im germanischen Siedlungsgebiet verschiedene Runenreihen entwickelt, die jede für sich spezielle Charakteristika besitzt. So existieren neben dem sogenannten älteren oder gemeingermanischen Futhark zum Beispiel auch das aus der Winkingerzeit bekannte und verkürzte jüngere Futhark und das angelsächsische Futhorc, das noch einige zusätzliche Runen umfasst. Variationen wie stablose Runen, Stutzrunen, Zweigrunen und viele mehr vermitteln einen Eindruck von der beachtlichen Vielfalt, die die germanischen Runen zu bieten haben.

Über eine magische oder divinatorische Verwendung der Runen zur Zeit der Germanen ist nur sehr wenig überliefert. Die weitaus bekannteste Beschreibung dürfte von dem römischen Historiker Tacitus stammen. In seinem Werk Germanica schreibt er:

"Vorzeichen und Losorakel beobachten sie wie kaum ein zweites Volk. Das herkömmliche Verfahren beim Losorakel ist recht einfach: Sie schneiden von einem fruchttragenden Baum ein Reis ab, zerschneiden es in Stäbchen, versehen diese mit bestimmten Zeichen und streuen sie planlos über ein weißes Tuch, wie sie ihnen gerade unter die Hand kommen. Dann betet der Stammespriester, wenn eine Befragung von Stammes wegen erfolgt, bei privater Befragung der Hausherr persönlich, zu den Göttern und hebt - den Blick zum Himmel gewendet - dreimal eins auf und deutet die aufgehobenen Stäbchen nach dem vorher eingeritzten Zeichen. Geben sie ablehnenden Bescheid, dann wird an demselben Tage in derselben Angelegenheit keine Befragung mehr vorgenommen, bei zustimmendem Bescheid wird die zusätzliche Bestätigung durch Vorzeichen für erforderlich gehalten."

Aber auch in der Lieder- und Snorra-Edda wird hin und wieder über den magischen Gebrauch der Runen berichtet, wenn auch wenig detailreich. Hier sticht besonders Rúnatal þáttr Óðinn ("Odins Runenlied") hervor, das als Teil der Hávamál ("Des Hohen Lied" oder "Sprüche des Hohen") beschreibt, wie der Göttervater Odin das Wissen der Runen erlangt. Zusätzlich werden in den folgenden Ljóðatal ("Zauberlieder") die Wirkweisen einiger Runen beschrieben, jedoch ohne deren Namen zu nennen, so dass es dem Leser überlassen bleibt, eine passende Zuordnung zu finden.

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Referenzen

(bitte beachte auch die Referenzen in den Katergorien "Besondere Sets" und "Ogham" für weitere Gestaltungsbeispiele)

Die Verwendung der germanischen Runen hat auch in der Gegenwart noch einen festen Platz. Sowohl in Büchern als auch online finden sich viele Informationsquellen, die teils eine historisch fundierte Deutung der Runen bevorzugen, teils eine spirituell-intuitive. Das passende Runenset zu finden gehört zu den interessantesten und manchmal auch schwierigsten Schritten auf der eigenen Runenreise. Material, Herstellungsprozess, Ästhetik, Haltbarkeit und nicht zu letzt auch Bezahlbarkeit spielen eine wichtige Rolle.

Alle Runensets aus meinem Angebot werden sorgfältig mit der Hand angefertigt. Die verwendeten Materialien stammen, sofern nicht anders angegeben, von Baumschnitt aus Deutschland bzw. aus deutscher Ernte oder Sammlung (Haselnüsse, Bucheckern und ähnliches). Das Schneiden der Hölzer in Scheiben wird von meinen Bezugsquellen übernommen, das Schleifen, Brennen und Versiegeln* von mir selbst.
Durch mehrere manuelle Schleifvorgänge (meist vier bis fünf) erhalten die Holzscheiben eine seidige, glatte Oberfläche, die die Maserung des Holzes besonders gut zur Geltung bringt.

* Jedes Set kann auf Wunsch mit Bienenwachs versiegelt werden, durch das die Holzscheiben vor Umwelteinflüssen geschützt werden und eine gold-gelbe Farbe erhalten.

Die Runenreihe kann natürlich frei gewählt werden (zum Beispiel jüngeres oder älteres Futhark, gotische Zeichen oder auch eine Mischung). Eine individuelle Gestaltung der Rückseiten der Runenscheiben ist möglich (zum Beispiel germanische Tiermotive, Krafttiere, Sternzeichen). Sende mir bitte vor dem Kauf eine E-Mail an brieftaube@runenrabe.de, damit wir besprechen können, wie Deine Idee umzusetzen ist.

Das Runen-Set wird zum Schutz in einen kleinen Beutel aus juteähnlichem Stoff verpackt und in einem mit Packseide gepolsterten Groß- bzw. Maxibriefkarton versendet. Der Umwelt zu Liebe verzichte ich beim Versand soweit wie möglich auf Plastik und verwende bei größeren Sendungen Kartons, die bereits einmal im Einsatz waren. Damit Dein Set so schnell und sicher wie möglich ankommt, versende ich grundsätzlich als Groß- oder Maxibrief bzw. als Päckchen oder auf Wunsch auch als Paket (keine Warensendung!).



Beispiele
Gemeingermanische Runenreihe (älteres Futhark nach Vorbild des Kylversteins)
gebrannt auf Haselnussholz
Gemeingermanische Runenreihe (älteres Futhark nach Vorbild des Kylversteins)
gebrannt auf Fichtenholz
Gemeingermanische Runenreihe (älteres Futhark nach Vorbild des Kylversteins)
gebrannt auf Birkenholz
Gemeingermanische Runenreihe (älteres Futhark nach Vorbild des Kylversteins)
gebrannt auf Apfelbaumholz
Gemeingermanische Runenreihe (älteres Futhark nach Vorbild des Kylversteins)
gebrannt auf Buchenholz