Ogham - Informationen und Referenzen

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Allgemeine Informationen

(für Referenzen der von mir hergestellten Ogham-Sets scrolle bitte nach unten)

Ogham gilt als ein Schriftsystem, das in früheren Zeiten in Irland Verwendung fand. Ogham-Zeichen, die sogenannten feda (Singular fid; später erweitert um fünf zusätzliche Zeichen, die sogenannten forfeda), wurden an Steinkanten geritzt, nicht selten kombiniert mit Inschriften auf Latein.
Ogham-Zeichen werden auch gerne als "keltische Runen" bezeichnet, jedoch besteht keine Verwandtschaft zu den verschiedenen Runensystemen der Germanen. Ob Ogham keltischen Ursprungs ist gilt als umstritten, da es erst etwa ab dem 5. Jahrhundert nachweisbar wird, also ab einer Zeit, in der bereits andere Kulturen neben der keltischen auf die irische Bevölkerung Einfluss nahmen.
Eine gängige Theorie besagt, dass es sich bei Ogham um die irische Darstellung des lateinischen Alphabets handelt.

Zur Entstehung des Ogham kennt die irische Mythologie verschiedene Erzählungen. Die bekannteste nennt den Gott Ogma mac Elathan als Schöpfer der Zeichen, der das erste von ihnen - "beith" - auf ein Stück Birkenholz geritzt haben soll. Außerdem finden sich in den Mythen Hinweise auf eine magische Nutzung der Zeichen und darauf, dass sie in Holz geritzt als Botschaften versendet wurden.

Das Ogham-System kennt unzählige Variationen. Verschiedene Listen von Ogham-Zeichen finden sich im Leabhar Bhaile an Mhóta ("Buch von Ballymote") und im Auraicept na n-Éces ("Leitfaden für die gelehrten Dichter"). Sie werden dort mittels der sogenannten Bríatharogaim (Singlar Bríatharogam, "Wort-Ogham") umschrieben, die den Namen des jeweiligen Zeichens bildhaft erklären. Sowohl die exakten Namen der Zeichen, wie auch deren Übersetzung variieren mitunter stark.

Die moderne Esoterik kennt im Großen und Ganzen zwei Arten der Deutung der Ogham-Zeichen. Die eine legt die Umschreibungen der Zeichen (Bríatharogaim) und deren Namen zu Grunde. Die andere, das sogenannte Baum-Ogham, ordnet jedem Zeichen einen Baum oder eine ähnliche Pflanze zu und deutet es auf Basis dieser Zuweisung. Beim Baum-Ogham muss noch einmal unterschieden werden zwischen Zuordnungen, die sich möglichst nah an eine der vielen Varianten der Bríatharogaim halten, und denen, die sich an dem "keltischen" Baum-Horoskop orientieren, das 1948 von Robert Graves entworfen wurde.

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Referenzen

(bitte beachte auch die Referenzen in den Katergorien "Runen" und "Besondere Sets" für weitere Gestaltungsbeispiele)

Ogham erfreut sich heute einer zunehmenden Beliebtheit, doch das Angebot an Ogham-Sets ist noch sehr begrenzt. Bei der Auswahl des eigenen Sets spielen Faktoren wie Material, Herstellungsprozess, Ästhetik, Haltbarkeit und nicht zu letzt auch Bezahlbarkeit eine wichtige Rolle.

Wie die Runen-Sets aus meinem Angebot werden auch meine Ogham-Sets sorgfältig mit der Hand angefertigt. Eine kleine Markierung kennzeichnet die Ausrichtung der Zeichen, um eine Verwechselung von erstem und zweitem Aicme zu vermeiden. Die verwendeten Materialien stammen, sofern nicht anders angegeben, von Baumschnitt aus Deutschland bzw. aus deutscher Ernte oder Sammlung (Haselnüsse, Bucheckern und ähnliches). Das Schneiden der Hölzer in Scheiben wird von meinen Bezugsquellen übernommen, das Schleifen, Brennen und Versiegeln* von mir selbst.

* Jedes Set kann auf Wunsch mit Bienenwachs versiegelt werden, durch das die Holzscheiben vor Umwelteinflüssen geschützt werden und eine gold-gelbe Farbe erhalten.

Variationen können natürlich frei gewählt werden (zum Beispiel punktiertes viertes Aicme oder zusätzliche Forfeda). Eine individuelle Gestaltung der Rückseiten der Oghamscheiben ist möglich (zum Beispiel germanische Tiermotive, Krafttiere, Sternzeichen). Sende mir bitte vor dem Kauf eine E-Mail an brieftaube@runenrabe.de, damit wir besprechen können, wie Deine Idee umzusetzen ist.

Das Ogham-Set wird zum Schutz in einen kleinen Beutel aus juteähnlichem Stoff verpackt und in einem mit Packseide gepolsterten Groß- bzw. Maxibriefkarton versendet. Der Umwelt zu Liebe verzichte ich beim Versand soweit wie möglich auf Plastik und verwende bei größeren Sendungen Kartons, die bereits einmal im Einsatz waren. Damit Dein Set so schnell und sicher wie möglich ankommt, versende ich grundsätzlich als Groß- oder Maxibrief bzw. als Päckchen oder auf Wunsch auch als Paket (keine Warensendung!).



Beispiele
Die vier Aicme gebrannt auf Birkenholz